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Miluna TUANI KORSIKA KULTUR AKTIVISTIN UND AUTORIN Autorin für spannende Lektüre aus Korsika in deutscher Sprache: Romane, Gedichte, Kurzgeschichten, Erzählungen, Legenden, Kriminalerzählungen, Novellen, RealliveFiction, Bildbände, Reiseratgeber u.v.m. , u.a. auf diversen Literaturplattformen wie Bookrix u.v.a. Sitemanagerin des ersten Korsika Musik und Kultur Online Agendas Korsika Musik und Kultur Events Blogredakteurin spezialisiert auf Korsika, mit Informationen, Anekdoten, Unterhaltsamen, Rezepten Kulturellen und vielen mehr über Korsika, direkt von der Insel der Schönheit Chilloutmusikdesignerin, Chilloutmusik made in Corsica, zum chillen, träumen und meditieren... Website Managerin vom Corsica Cyber Market, des E Shops für Korsische Spezialitäten und Fanartikeln, direkt aus Korsika

31.07.17

13.06.17

MILUNA TUANI'S KORSIKA REZEPTBLOG POSTS Korsische Hausmann Rezepte und Hausfrauenleckereien: heute gibt es Lasagne auf korsische Ar

LASAGNES AUF KORSISCHE ART


Die hier vorgestellten Rezepte sind alle überliefert von den Tanten, Großtanten und Onkeln meiner Kinder.
Heute möchte ich Ihnen eines der Lieblingsrezepte von Großtante Galliléa vorstellen, mit dem sie unzählbare Genießerherzen jeder Altersgruppe höher schlagen ließ.
Bis zu ihrem 98 Lebensjahr stand sie hinterm Herd und brutzelte viele Leckereien für ihre Lieben, Freunde, Bekannte, Dorfbewohner u.v.a.

Eines ihrer beliebtesten Gerichte, das sie meist in familiärer Gemeinschaft servierte, ist die Lasagne auf korsische Art. Dabei handelt es sich nicht um einen Schichtnudelnauflauf aus dem Ofen, wie aus der italienischen Küche bekannt, sondern um ein Gericht aus gedünstetem Fleisch (Rind, Schwein, Kalb). Die Lasagnenudeln und Soße werden getrennt serviert und mit frisch geraspeltem korsischem Ziegenhartartkäse vor dem Genießen bestreut ...

Lasagne auf korsische Art
Vorbereitung : ca. 30 Min.
Kochzeit: 2 bis 3 Std.
Zutaten für ca. 4 Personen

Für die Sauce:

- 1 großen Schinkenknochen
- 1 große dicke Scheibe (korsischen) rohen Schinken
-12 kleine Gulaschstücke Rindsfleisch (Bourguignon)
oder/ und
- 12 kleine Gulaschstücke Kalbsfleisch (je nach Geschmack)
- 2 mittelgroße Karotten geschält und in Scheiben geschnitten
- 2 große oder 4 kleine gehackte Zwiebeln
- 2 große gehackte Knoblauchzehen
- 8 geschälte, entsteinte und in Würfel geschnittene mittelgroße Soßentomaten (Roma)
- 2 Gewürznelken
- getrockneter Thymian, Majoran & einige Lorbeerblätter
korsisches Olivenöl 
1 Glas roten würzigen herben korsischen Landwein z.B. GASPA MORA 
- schwarzer Pfeffer in Körnern und Salz

- 800 g Lasagnenudeln
- 400 g Getrockneten korsischen Ziegenhartkäse (Tom Corse)

Zubereitung:
Das Fleisch, den Schinken und den Schinkenknochen im Olivenöl von allen Seiten anbraten, die gehackten Zwiebeln dazugeben und andünsten. Wenn das Fleisch gut von allen Seiten gebräunt ist, den gehackten Knoblauch unterrühren, ein wenig weiter dünsten, aber aufpassen, dass er nicht anbrennt. Nun die geschälten, gewürfelten Tomaten, die Karottenscheiben, die Gewürzkräuter und die Gewürznelken hinzugeben. Die Tomaten ein wenig in Öl anschmurgeln lassen, dann das Ganze mit ca. 1 Liter Wasser und 1 Glas Rotwein aufgießen. Salzen und pfeffern. Auf kleiner Wärmestufe ca. 2-3 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist. Ab und zu umrühren und Wasser sowie auch ein wenig Wein nachgießen, denn die Soße darf nicht zu sehmig werden, sie sollte möglichst flüssig bleiben! Wenn das Fleisch weich ist, mit einem Schaumlöffel aus der Soße heben. Soße und Fleisch getrennt warm stellen. Nun die Lasagnenudeln in kochendes Salzwasser ein Blatt nach dem anderen tauchen und weich kochen. Mit dem Schaumlöffel ein Lasagneblatt nach dem anderen herausheben und auf dem Boden einer Suppenschüssel oder hohen Auflaufform auslegen. Mit ein wenig geriebenem Käse betreuen, mit der Soße bedecken und so weiter schichten bis die Lasagneblätter verbraucht sind. Etwas Käse am Ende darüber streuen und mit dem Fleisch in einer anderen Präsentierschüssel oder direkt in einem tiefen Teller servieren: In eine Art Nest aus Lasagnes, Käse, Lasagnes, Sosse, Fleisch, nochmals Käse darüberstreuen ...

Dazu frisches Landbrot und einen guten korsischen Landwein z.B. Gaspa Mora servieren.

Tipp: Als Vorspeise einen frischen grünen Salat der Saison mit Zitronen-Olivenöldressing und als Dessert zum Beispiel einen leckeren Fiadone.


Guten Appetit!








C Text & Fotos 
Miluna Tuani 

09.06.17

Musik aus Korsika: Die Sängerin Battista Acquaviva

Musik aus Korsika: Die Sängerin Battista Acquaviva

Liebe BesucherInnen,
heute möchte ich Ihnen einen weiteren Beitrag aus der Reihe „Musik aus Korsika“ vorstellen. Und zwar die junge talentierte Sängerin Battista Acquaviva.

Musik aus Korsika: Die Sängerin Battista Acquaviva 
Battista Acquaviva ist eine junge Sängerin aus der Balagne, die ihre Karriere der Musik von Gestern, aber mit ihrer außergewöhnlichen Stimme auch der zeitgenössischen Musik gewidmet hat.
Sie gehört zu den wenigen Sängerinnen, die mit der Vox Sifflet, also im Pfeifregister (auch „Flageolettregister“ genannt) singen. Es ist das höchste Register der menschlichen Stimme. Es wird normalerweise benutzt, um Töne ab etwa c’’’ (c3 oder hohes C mit Tonfrequenz 1046,50 Hz) zu produzieren. Diese Töne erlauben abgesehen von Vibrato keine Artikulation und Vokaldifferenzierung mehr, da das menschliche Gehör anhand der wenigen noch hörbaren Formanten zu keiner spektralen Differenzierung mehr fähig ist.
Die Physiologie des Pfeifregisters ist das am wenigsten verstandene und erforschte Register der Stimme. Man nimmt an, dass diese Töne entstehen, wenn die Stimmlippen maximal angespannt sind und bis auf eine kleine Restöffnung geschlossen sind. Die Stimmbänder schwingen nicht oder kaum, der Ton wird ähnlich wie beim Pfeifen mit dem Mund durch die Luftverwirbelung hinter der Restöffnung hervorgerufen.
Auf Korsika wurde diese Technik von Ahnen zu Ahnen vermittelt und Battista ist heute eine der wenigen, die sie in die moderne Zeit hineinbringt.
Battista singt  überlieferte Weisen, begleitet von ihrer Mandoline auf traditionelle Art: Ihrer Stimme entspringt ein Doppelklang, der die alten Weisen aufleben und vibrieren last, man fühlt sich in die Zeiten von Gestern versetzt.



Ihr Vater, Nando, Musikologe, hat weitreichende Forschungen zu dieser Singtechnik und zur traditionellen Vokalmusik erstellt, und Battista lässt sie in der heutigen Zeit fortleben. Battista hat mehrere Alben herausgebracht, das letzte ist im Sommer 2013 erschienen:

Sound Ritual Project, in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Gitarristen, Karl Ritter, ein experimentelles Musikkunstwerk im kontemporären Stil.




Battista tritt u.a. regelmäßig auf dem Festland, in Europa und in der Schweiz auf und verzaubert ihr Publikum hier und überall. Hörproben, Diskografie und weitere Infos auf ihrer Homepage.



Ich habe Battista einige Fragen gestellt. Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Interview

Battista, seit wann singen Sie und wer hat Sie in den Gesang eingeführt?
Es ist mein Vater, der Musikologe, Sänger, Interpret und Komponist ist, der mir das Singen  und die Musik beigebracht hat, aber er sagte auch, dass ich schon sang, bevor ich zu sprechen begann.

Sie haben eine außergewöhnliche Stimme und singen auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Wie definieren Sie ihre Stimmlage? Und wo ist ihr Ursprung?
Der Ursprung meiner Art zu singen,  ist Korsika. Es ist Korsika, die mich inspiriert. Es ist die Stimme der Insel, präsentiert durch meine Stimme, die ich in der Mittellage und in der Hochlage intoniere. Die höchsten Tön entspringen einer Art dritten Stimme die ich besitze.

Kann man diese Technik erlernen, oder kann man sie nur mit der gewissen Ga anwenden?
Sicher gibt es eine Technik, aber ich stelle mir keine Fragen, sie ist einfach da, ich benutze sie, es ist eine Art von natürlicher Begabung. Wie schon gesagt, ist es eine Gabe, die man aber sicher fördern kann. Man kann durch Konzentration und stetige Übung noch einige Doppellaute mehr erzeugen. Doch an erster Stelle ist es eine Frage des Geistes, der Einstellung und des positives Willens oder Wollens, so wie beim Yogatraining, der Wille muss da sein, es schaffen zu wollen, sonst kann es nicht funktionieren, der Wille sollte vorhanden sein, sich selbst zu übertreffen, aber auf sanfte Weise, ohne erzwungene Anstrengung, aber mit Konzentration und Selbstüberzeugung.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Auftritt, eine kleine Anekdote, vielleicht?
Ich erinnere mich nicht im Einzelnen an meine ersten Auftritte, da ich noch sehr klein war, aber ich kann mich an eine Situation erinnern, als ich Jugendliche war: Da ich Perfektionisten bin, hatte ich allen Elan, mein Repertoire perfekt zu interpretieren, aber ich hatte den Eindruck völlig neben der Melodie der begleitenden Mandoline zu singen, und nicht das auszudrücken, so wie ich es mir vorgenommen hatte, es war mir sehr unangenehm,  als kurze Zeit Schweigen entstand, aber dann hat das Publikum begonnen,  schallend Applaus zu klatschen, und  das gab mir Mut, weiter zu machen. Und ich habe verstanden, dass die Sympathie des Publikums vor Augen gebracht hatte, dass ich beim nächsten Mal umso mehr zu Hause trainieren musste, was ich dann auch tat.
Eine andere kleine Anekdote, kann ich Ihnen zum Konzert im Mai in Wien in diesem Jahr erzählen, eine Generalprobe war vorgesehen, aber  irgendwie hatte ich das falsch verstanden, mit meinem noch nicht perfektionierten Englisch: als ich also die Bühnentür öffnete, und in den riesigen Saal eintrat, blieb mir die Luft weg, Kathedrale St-Étienne,  die größte der Stadt, und die bekannteste von ganz Österreich,  war angefüllt mit Publikum,  denn es  handelte sich nicht um die Generalprobe, sondern um die offizielle Aufführung für Presse und allerlei VIPS. Ich stand da mit offenem Mund, in Jeans und Schlappertshirt, und umklammerte meine Mandoline. Foto- und Fernsehkameras waren auf mich gerichtet, Blitzlicht überall. Ich fasste mich dann schnell und trug mein Repertoire vor. Die Kritiken waren sehr gut, mein Auftritt hatte positiven Anklang gefunden, und auch mein Outfit war nicht unangenehm aufgefallen. Das ist es eben, die korsische traditionelle Musik ist in erster Linie reine Improvisation, perfekt angewendet.

Sie singen traditionelle Weisen, nehmen aber auch an avantgardistischen Musikprojekten teil. Gibt es Ihrer Meinung nach eine Verbindung zwischen den beiden Stilen?
Die Verbindung zwischen den beiden ist, das die korsische Musik universell und eternell ist, d.h. sie ist überall und in vielen Bereichen vortragbar, in seiner puren traditionellen Form, sagen wir mal, durch die Stimme und die Sprache allein, oder begleitet von modernen Instrumenten oder Soundumgebungen, so wie in dem Projekt, kontemporärer Musik,  an dem ich teilgenommen habe. Damit möchte ich unter anderem, viele Musikgeschmäcker erreichen, älteres wie auch junges Publikum.

Wenn Sie einen anderen Musikstil singen würden, welcher wäre das? Jazz, Rock, Blues, Opera…?
Die Oper liegt mir sehr nahe, besonders die Opern in denen ich  im Koloratur Sopran singen kann, wie bei einem Festival „ les oiseaux dans la charmilles“ von Offenbach nach den Erzählungen von Hoffmann, oder „le rossignol„ von Alabiev.

Welche Projekte haben Sie für das kommende Jahr? 
Ich möchte gerne meine eigenen Kompositionen realsieren, in erster Linie in korsischer Sprache, aber auch andere Variationen, als CD veröffentlichen, um die Musik aus Korsika so weit wie möglich zu verbreiten.
Ebenso bin ich in mehreren karikativen Organisationen aktiv, mit denen wir  Wohltätigkeitskonzerte für gute Zwecke veranstalten, so wie u.a. für die korsische Krebsliga.
Auch arbeite ich an einem Buch zusammen mit meinem Vater, über die traditionelle korsische Musik.
Obwohl ich meine Konzerttourneen für ein Jahr unterbrochen habe, in denen ich rumgereist bin, um zahlreiche Verträge für kommende Veranstaltungen in Wien, Canada, usw. zu unterschreiben, bleibt mir zwischen Pressevorstellungen und Werbe Tourneen  nur wenig Zeit, da ich  gleichzeitig noch dabei  bin, mein Studium zu vollenden. Aber in den nächsten Monaten beginne ich eine neue Tournee.
Im April 2014 werde ich drei Konzerte in Quebec in Canada  geben, bei denen ich fast eine Stunde traditionelle Gesänge, und eine weitere Stunde lyrischen Gesang begleitet von einem klassischen Pianisten vortragen werde; in meinem Repertoire sind klassische Koloratur Arien wie das Ave Maria und das Laudate Dominum von Mozart vorgesehen.
Im Mai (21.05.2014 und 22.05.2014) werde ich in Ajaccio an der Kreation Sophoclea, der Choreografin Karine Saporta teilnehmen, in der ich die Sophoclea interpretiere.
Danach folgt wie gewöhnlich meine Sommertour auf der Insel, und zu Weihnachten 2014 wird voraussichtlich meine neue  CD erscheinen, bei der ich von Ceccè Pesce der Chjami Aghjalesi begleitet werde.
Doch vorerst gebe ich am 18. Dezember 2013  ein Konzert in der Kirche von Partinello an der Westküste, nahe Porto,  und dann geht es erst mal wieder nach Österreich, wo ich am 22. Dezember 2013 im Club Porgy And Bess in Wien auftrete, und zusammen mit dem Gitarristen Karl Ritter unser zeitgenössisches Musikprojekt „Sound Ritual“ präsentiere.

Vielen lieben Dank, Battista, viel Glück mit Ihrem reichhaltigen Programm Ihren kreativen Projekten.

 Aktuelle Konzertdaten gibt dann auf unseren Korsika Musik & Kultur Agendaseiten


© Miluna Tuani

Pruverbi Corsi / Korsische Sprichwörter: Cu u tempu è cu à paglia maturanu nespule

Pruverbi Corsi / Korsische Sprichwörter: Cu u tempu è cu à paglia maturanu nespule

Liebe BesucherInnen,
heute möchte ich Ihnen mal wieder einen weiteren Beitrag aus der Reihe "Pruverbi Corsi - Korsische Sprichwörter" präsentieren.

Diesmal passt es nicht zur Saison, aber ich finde es ausdrucksvoll, und vor allen Dingen, bin ich ein Mispel-Fan.

Cu u tempu è cu à paglia maturanu nespule

Wörtlich übersetzt, heißt es: 'die Zeit ist reif, wenn die Mispelfrüchte gereift sind' (im Mai).

Im übertragenen Sinne, heißt es: 'Geduld trägt Früchte'

Also, gehen wir alles geduldig an in diesem noch neuen Jahr. Ich wünsche allen einen angenehmen Februar!

Liebe Grüße,
Ihre Miluna



05.06.17

I CAMPAGNOLI GEBEN IM JUNI 2017 EINE MINITOURNEE IN DER SCHWEIZ



 https://www.facebook.com/notes/corsica-music-events/i-campagnoli-geben-im-juni-2017-eine-minitournee-in-der-schweiz/238943146589859/